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125 Jahre gesetzliche Rentenversicherung

69 Teilrente erstmals eine Möglichkeit des flexiblen Übergangs in die Rente geschaffen. Neben leistungsbegrenzenden Maßnahmen gab es aber auch Leistungsausweitungen: Dies betraf insbesonde- re die Kinderer­ziehungszeiten, die für die nach Inkrafttreten des Gesetzes geborenen Kinder von einem auf drei Jahre ausgewei- tet wurden. Darüber hinaus wurde die Regelung der Rente nach Mindest­einkommen, mit der niedrige Rentenan­sprüche aus der Zeit vor 1973 unter bestimmten Umständen bei der Rentenberechnung aufge- wertet wurden, auf die Zeit bis 1992 ausgeweitet. Zudem wurde der Bundeszuschuss erhöht und durch geänderte Fortschreibungsregelungen stabilisiert, um die Rentenkasse zu entlasten. Im Ergebnis gelang es mit der Rentenreform 1992, den befürch- teten Beitragssatzanstieg aufgrund des demografischen Wandels deutlich einzuschränken: Hatte man 1987 noch vorausberechnet, dass es ohne Reformmaßnahmen bis zum Jahr 2030 zu einem Beitragssatzanstieg bis in eine Größenordnung von 40 Prozent kommen würde, rechnete man 1992 unter Berücksichtigung der Reformmaßnahmen nur noch mit einem Anstieg auf weniger als 27 Prozent im Jahr 2030. Insofern hatte das Rentenreformgesetz von 1992 eine ähnlich weitreichende Bedeutung wie die Reformen aus den Jahren 1957 und 1972. Neuerliche Reformdiskussionen und die Rentenrefor- men der späteren 1990er Jahre Im weiteren Verlauf der 1990er Jahre wurde allerdings immer mehr bezweifelt, dass die mit der Rentenreform von 1992 erreich- te langfristige Dämpfung des Beitragssatzanstiegs ausreichend sei. Einerseits musste der Beitragssatz, der Anfang der 1990er Jah- re noch bei 18,7 Prozent gelegen hatte, bis 1998 auf 20,3 Pro- zent angehoben werden. Andererseits stellte man in weiten Teilen von Wissenschaft, Medien und Politik immer lauter die Frage, ob eine umlagefinanzierte und lohnbezogene Rentenversicherung die Alters­sicherung der Menschen angesichts der absehbaren Verän- An der Diskussion um die zukünftige Finanzierbarkeit der Rentenversicherung beteiligten sich die Rentenversicherungs- träger frühzeitig und konstruktiv. Erstes Ergebnis war die Rentenreform von 1992. Seit der Wiedervereinigung wurde das Rehabilitationswesen der gesetzlichen Rentenversicherung in den neuen Bundesländern schritt- weise ausgebaut. Die orthopädi- sche Klinik Dübener Heide in Bad Schmiede­berg bei Wittenberg wurde im Frühjahr 1997 in Betrieb genommen.

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