Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

125 Jahre gesetzliche Rentenversicherung

13 Tuberkulose und anderen Krankheiten informierten, und initiier- ten früh den Bau von »Heilstätten«, den Vorläufern der heutigen Rehabilitationskliniken. Auf dem Weg zur Reichsversicherungsordnung und zur Angestelltenversicherung In den ersten Jahren nach Inkrafttreten des Gesetzes betreffend die Invaliditäts- und Altersversicherung wurden bald Lücken in der neuen Rentengesetzgebung sichtbar. Insbesondere waren für Hinterbliebene, also Witwen beziehungsweise Witwer und Waisen, keine Rentenleistungen, sondern nur die hälftige Erstattung der geleisteten Beiträge vorgesehen. Schon kurz nach Einführung der Arbeiterrentenversicherung wurde in Politik und Öffentlichkeit intensiv über Höhe und Art der Rentenleistungen diskutiert. Re- formforderungen wurden laut. 1899 kam es zu einer ersten Ge- setzesnovelle. Das »Invalidenversicherungsgesetz (IVG)« dehnte unter anderem den Kreis der Pflichtversicherten aus und erhöhte für die Versicherten durch eine erweiterte Definition der Erwerbs­ unfähigkeit die Chance, eine Invalidenrente zu erhalten. Zu die- sem Zeitpunkt betrug die Zahl der gesetzlich Rentenversicherten in Deutschland bereits ​13 Millionen. Das waren rund ein Viertel der damaligen Bevölkerung des Deutschen Reichs und zwei Drittel der Erwerbstätigen. 1911 wurde im Reichstag die »Reichsversicherungsordnung (RVO)« verabschiedet. Die RVO fasste die Regelungen der ver- schiedenen Versicherungszweige zusammen und erweiterte den versicherungspflichtigen Personenkreis auch in der Arbeiter­ rentenversicherung. Die wichtigste Neuerung für die Arbeiter­ rentenversicherung war die Einführung einer Hinterbliebenenren- te und die Gewährung eines Kinderzuschusses an Invalidenrentner mit Kindern unter 15 Jahren. Doch das Jahr 1911 war nicht nur im Hinblick auf die Reichs- versicherungsordnung wichtig. Damals wurde auch das »Ver- sicherungsgesetz für Angestellte (V G f A)« beschlossen, und die Angestellten bekamen eine eigene Rentenversicherung. In der Arbeiterrentenversicherung waren lediglich Angestellte pflicht- versichert, deren Jahreseinkommen 2.000 Mark nicht überstieg. Dies bedeutete, dass bis zu diesem Zeitpunkt ein Großteil der Der Althoffblock, eine Genossenschaftssiedlung des Bau- und Sparvereins Dortmund, wurde 1913 bis 1936 mithilfe von Geldern der LVA Westfalen erbaut.

Übersicht